Chemistry Meeting
Entscheidungs-Guide · Shopware 6

Shopware Konfigurator: Plugin oder Custom-Development?

Custom Products, Configurator Pro & Co. versprechen einen schnellen Einstieg. Eine individuelle Entwicklung verspricht maximale Flexibilität. Welcher Weg passt zu Ihrem Produkt? Dieser Guide vergleicht beide Ansätze für Shopware 6 entlang Flexibilität, Performance, ERP-Integration und Total Cost of Ownership — mit klarer Entscheidungs-Matrix am Ende.

Direktvergleich

Plugin vs. Custom-Konfigurator

Neun Kriterien, die in echten Shopware-6-Projekten den Unterschied machen — vom ersten Klick bis zum dritten Update.

KriteriumPlugin-LösungCustom-Entwicklung
Initialkosten✓ Niedrig (50–800 € Lizenz)✗ Hoch (25.000–70.000 €)
Time-to-Market✓ Tage bis Wochen✗ 8–14 Wochen
Komplexe Regelwerke (Abhängigkeiten, Ausschlüsse)✗ Stark eingeschränkt✓ Frei modellierbar
Dynamische Preisformeln (Maße, Materialverbrauch)✗ Selten vorgesehen✓ Im Backend hinterlegbar
Performance bei hunderten Optionen✗ Sinkt mit Komplexität✓ Architektur darauf ausgelegt
ERP-/PIM-Anbindung✗ Meist nur über Workarounds✓ Sauber per API integriert
Shopware-6-Update-Sicherheit✗ Abhängig vom Hersteller✓ Eigener Code, klar dokumentiert
Wartung & Weiterentwicklung✗ Roadmap des Herstellers✓ Roadmap liegt bei Ihnen
Langfristige Gesamtkosten (3–5 Jahre)✗ Steigend (Lizenzen + Anpassungen)✓ Planbar, ohne Lizenzkosten
Die Lösung

Wir entwickeln die passende Lösung — technisch sauber, für den Nutzer intuitiv.

Plugins wie Custom Products oder Configurator Pro sind exzellent für Standardszenarien: wenige Optionen, klare Varianten, schneller Marktstart. Sobald aber Optionen voneinander abhängen, Preise dynamisch aus Maßen berechnet werden oder eine ERP-Anbindung gefordert ist, wird aus dem schnellen Plugin ein dauerhafter Workaround. Wir empfehlen Plugins für MVPs und Pilotprojekte und Custom-Entwicklung dort, wo Produktlogik, Performance und Updatesicherheit über drei bis fünf Jahre stabil bleiben müssen.

Chemistry Meeting buchen

30 Minuten mit Dominik. Kein Vertriebsgespräch — ein ehrliches Gespräch darüber, ob und wie wir helfen können.

Entscheidungs-Matrix

Welcher Weg passt zu Ihrem Produkt?

Standard schlägt Custom

Plugin reicht, wenn …

  • Konfigurierbare Produkte mit überschaubaren Optionen (Farbe, Größe, Material)
  • Schnelles Pilotprojekt oder MVP, das noch validiert werden muss
  • Begrenztes Budget und keine harten Anforderungen an Performance
  • Keine ERP-/PIM-Anbindung und keine dynamische Preisberechnung

Komplexität wird zur Produkt-DNA

Custom lohnt sich, wenn …

  • Abhängigkeiten und Ausschlussregeln zwischen Optionen
  • Dynamische Preisberechnung aus Maßen, Materialverbrauch oder Rüstkosten
  • Plausibilitätsprüfungen (Min-/Max-Maße, Gewichtsgrenzen, technische Grenzen)
  • Anbindung an ERP, PIM oder Angebots-/Außendienst-Tools
  • Hunderte oder tausende konfigurierbare Kombinationen pro Produkt
  • Eigene Roadmap und volle Kontrolle über Wartbarkeit und Updates
Aus der Praxis

Vom Plugin zur Custom-Lösung: ein typischer Migrationspfad

Ausgangssituation

Ein B2B-Hersteller startete mit einem Standard-Konfigurator-Plugin in Shopware 6. Nach 18 Monaten waren über 40 individuelle Anpassungen am Plugin nötig, Updates wurden zum Risiko, und die Preislogik wich an drei Stellen vom ERP ab. Jeder Releasezyklus kostete 2–3 Tage Regressionstests.

Unser Vorgehen

Wir analysierten das gewachsene Regelwerk, dokumentierten Abhängigkeiten und Preisformeln und entwickelten parallel einen Custom-Konfigurator als eigenes Shopware-Modul: Regelwerk als Custom Entity, Preisformeln zentral im Backend, Vue.js-Frontend für Echtzeit-Konfiguration, ERP-Sync über saubere API. Migration ohne Downtime per Feature-Flag.

Ergebnis

Update-Aufwand pro Shopware-Release sank von 2–3 Tagen auf wenige Stunden. Preislogik ist seitdem an einer Stelle gepflegt und 100 % deckungsgleich mit dem ERP. Die Conversion Rate im Konfigurator stieg um 22 %, weil unmögliche Kombinationen früher abgefangen werden. TCO über 3 Jahre: rund 35 % unter der vorherigen Plugin-plus-Anpassungen-Variante.

Warum wir

Warum blindwerk?

Architektur

Wir denken in Strukturen, nicht in Features. Architektur vor Aktionismus.

Technologie

Seit 2001 als Digitale Architekten für den Mittelstand — 100 % agil, 100 % remote.

Wirkung

F&E-Partnerschaften mit Steinbeis und Fraunhofer. Förderkompetenz von ZIM bis BMFTR.

Ansprechpartner

Kein Bot. Menschen, die Ihr Projekt lesen.

Ihre Anfrage landet nicht in einem Funnel, sondern bei diesen vier Personen — mit Namen, Gesicht und Verantwortung.

  • Dominik Calzone

    Dominik Calzone

    Erstkontakt & Beratung

    Nimmt Ihre Anfrage entgegen und sortiert mit Ihnen, was wirklich dringend ist.

  • Johannes Wingert

    Johannes Wingert

    Architektur & Technik

    Bewertet Ihre Shop-Architektur und zeigt, was langfristig trägt.

  • Lucia Boden

    Lucia Boden

    Projektsteuerung

    Übersetzt Befunde in einen realistischen Umsetzungsplan.

  • Christoph Guthardt

    Christoph Guthardt

    Shopware-Expertise

    Kennt Shopware seit Version 4 – und die Stolperfallen jedes Upgrades.

FAQ

Häufige Fragen

Welche Shopware-Konfigurator-Plugins sind die bekanntesten?
Im Shopware-6-Umfeld trifft man am häufigsten auf Custom Products (Shopware), Configurator Pro und vergleichbare Drittanbieter-Lösungen. Sie decken Varianten, Property-basierte Auswahl und einfache Aufpreislogik solide ab.
Ab wann lohnt sich eine Custom-Entwicklung wirtschaftlich?
Faustregel: Sobald ein Plugin individuell angepasst werden muss, sich Updates verzögern oder Preislogik und ERP auseinanderlaufen. Über drei bis fünf Jahre ist eine Custom-Lösung dann meist günstiger als ein dauerhaft erweitertes Plugin.
Kann ich Plugin und Custom-Code kombinieren?
Ja, in Grenzen. Wir kapseln Custom-Logik konsequent in eigene Bundles, damit Updates des Plugins nicht den eigenen Code brechen. Bei stark verzweigtem Regelwerk ist eine vollständige Ablösung des Plugins meist die wartbarere Lösung.
Wie sicher sind Plugins gegenüber Shopware-6-Major-Updates?
Das hängt vollständig vom Hersteller ab. Etablierte Anbieter liefern in der Regel verlässlich, kleine Anbieter können auch ausfallen. Bei Custom-Code liegt die Update-Verantwortung bei Ihrem Team — dafür ohne externe Roadmap-Abhängigkeit.
Was kostet ein Custom-Konfigurator im Vergleich zum Plugin?
Plugin: 50–800 € Lizenz plus oft 5.000–20.000 € Anpassungen. Custom: 25.000–70.000 € einmalig, in komplexen Fällen mit 3D bis 120.000 €. TCO über drei Jahre kippt häufig zugunsten Custom, sobald regelmäßige Anpassungen am Plugin nötig sind.
Kosten

Was kostet ein Konfigurator?

Transparente Kostenstruktur: erst das Konzept, dann die Umsetzung.

Konfigurator-Konzept

Einstieg

ab 2.080 € netto

Konfigurationslogik, Regelwerk und Aufwandsschätzung als Scoping-Grundlage.

Projektbasierte Entwicklung

Umsetzung

130–160 € netto / Std.

Projektbasiert nach Aufwand, abhängig von Komplexität: Abhängigkeiten, Preislogik, ERP-Anbindung.

Erst das Konzept, dann die Umsetzung · zzgl. MwSt.

Bereit für den nächsten Schritt? Chemistry Meeting buchen.

Kein Vertriebsgespräch, kein Pitch — ein ehrliches Gespräch mit Dominik.